Merk(ens)würdige Ankunft

Merk(ens)würdige Ankunft

Ein Beitrag von Arno Backhaus – Als Jesus damals aus der Unendlichkeit auf unseren Globus blickte, und sah, dass wir Menschen ohne Orientierung waren, unsere Rechnungen noch nicht bezahlt hatten, der Dreck noch nicht weggekehrt war, sagte er zu Gott und dem Heiligen Geist: „Da muss einer runter, ich gehe! Die brauchen ein Navigationssystem für ihre Beziehungen. Die sind total verschuldet, die brauchen jemanden, der ihre Rechnungen zahlt. Der Dreck häuft sich bis zum Himmel, ich kehre ihren Dreck weg. Aber nur denen, die zulassen, dass ich sie bekehre.“ Und Gott sagte „Ist dir klar, du wirst dein blaues Wunder erleben!“ „Ich geh trotzdem“ sagte Jesus und Gott sagte „Ich geh mit dir“. Und so machte Jesus sich auf den mühsamen Weg in unsere Herzen, Köpfe, Hände und Füße. Aber die meisten waren so beschäftigt, dass sie ihn nicht reinließen in die Herbergen und Guten Stuben. Ein Schattendasein im Stall, am Rand der Gesellschaft, ließ man ihm. „Das kann unmöglich Gott sein, der im Stall geboren wird,“ sagten die Leute. Das ist unter seiner Würde. So stellen wir uns Gott nicht vor. Aber Gott lächelte sanft. Er war wie immer für eine Überraschung gut. Ist ja auch logisch, wie will eine Ameise den Oberförster verstehen?!  

Darf ich mit Gott (ver)handeln?

Darf ich mit Gott (ver)handeln?

Ein Beitrag von Arno Backhaus – Wenn ich Gebete in Gottesdiensten erlebe, erfahre ich immer wieder, wie kultiviert wir mit Gott umgehen, welche wohlformulierten, unter jeden Teppich passenden Vokabeln wir benutzen. Die haben keine Ecken und Kanten, die sind wohl abgerundet, passen in jede Schublade. Bei uns ist vieles so kontrolliert, läuft erst über den Verstand und dann reden wir, wenn überhaupt, im Abstand mit Gott.  

Die Bibel aber berichtet öfters davon, wie menschlich manche mit Gott umgehen. Sie klagen Gott an „Wo warst du?“, „Warum schweigst du?“, „Ich erfahre dich nicht mehr!“. Manche biblischen Figuren handeln sogar mit Gott. Sie fordern ihn heraus. Irgendwie habe ich den Eindruck, Gott und der Mensch sind mehr miteinander verwoben im ganz normalen Alltag. Mindestens in der Zeit von der die Bibel berichtet. Gott ist näher dran am Geschehen. Und im Alltag fliegen dann auch mal die Fetzen, da wird nicht lang an Worten gefeilt, da kommt was aus dem Bauch und dem Herzen, so wie es drinsteckt, ungefiltert. 

Und das merkwürdige, des Merkens würdige, Gott lässt mit sich handeln, lässt sich hinterfragen. Er geht auf den Menschen ein, der ihm, dem scheinbar unnahbaren Gott, Ratschläge der Verhaltensänderung gibt. Unvorstellbar, Gott ist beweglicher und flexibler als manche denken. In Vers 14 im 2. Buch Mose können wir lesen „Da ließ sich der Herr zur Änderung seines Sinnes im Blick auf das Unheil umstimmen, das er seinem Volk zugedacht hatte.“ 

Das wär’s doch, mit Gott im Alltag verhandeln. So, als wäre er nicht nur sonntags bei uns in der Kirche, sondern auch bei der Reifenpanne auf dem Weg in den Urlaub, in meinem HomeOffice während der Corona-Krise, beim Elternabend „im kleinen Kreis“, in der Chefetage, wenn ich gerade die Entlassungspapiere abhole, bei…ach, Ihr wisst schon. Gemeindeleben.

Nichts kann uns trennen …

Nichts kann uns trennen …

Ein Beitrag von Marion Glöckner – Nichts kann und trennen von der Liebe Gottes, auch kein Virus! „Ich bin gewiss, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s vollenden bis zum Tag Jesu Christi.“  (Philipper 1,6)

Jesus ist Sieger! Dies haben wir vor kurzem zu Ostern gefeiert! Leider diesmal nicht im Gottesdienst, in Gemeinschaft. Aber vielleicht sind sich doch einige von uns auf dem Kreuzweg, der rund um den Airport liebevoll gestaltet war, begegnet. Siegreich auferstanden, hat er den größten und letzten Feind besiegt, den Tod. Nun hat er alle Macht im Himmel und auf Erden. Und von IHM her wird es uns zugesagt, dass ER das gute Werk begonnen hat und es auch zum Ziel führen wird. 

Gott ist der Anfänger des guten Werkes. Aller Anfang geht auf Gott zurück. Der Anfang der Welt ebenso wie der Anfang unseres persönlichen Lebens. Die Bibel bezeugt, dass jeder Mensch ein einzigartiger, wunderbarer Gedanke Gottes ist. (Psalm 139,14) Auch Du. ER hat es in uns angefangen, denn Jesus sagt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich, habe euch erwählt …“ (Johannes 15,16)

Damit wird deutlich: Bevor Du Dich oder ich mich für Jesus entscheiden konnte, hat ER sich bereits für Dich und mich entschieden. Dies bewirkt eine enorme Freiheit. In Gottes Gnade sind wir befreit, mutige „Anfänger“ zu sein. „Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören“ so habe ich es gelesen. Die Bibel liefert dazu das unerschütterliche Fundament: Gott selbst hat das gute Werk des Glaubens begonnen – ER bringt es auch zum Ziel! Mit Gott beginnt also alles. So auch das gute Werk des Glaubens.

Der Apostel spricht von einer Gewissheit, zu der er gelangt ist. Er ist zu einer Überzeugung gekommen. Als Folge dieses „inneren Überführtseins“ hat er einen Standpunkt gewonnen, der ihm von niemandem streitig gemacht werden kann. Wie kam es dazu? Wer hat ihn überzeugt? Dies kann nur der Heilige Geist gewesen sein. Der Geist, von dem es heißt, „Dass er uns geschenkt worden ist, damit wir die Dinge erkennen, die Gott uns durch Jesus geschenkt hat.“ (1. Korinther 2,12) Dieser Geist bewirkt eben in besonderer Weise auch das innere Zeugnis, denn „Der Geist bezeugt unserem menschlichen Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ (Römer 8,16)  

Damit gelangt der Apostel zu der Gewissheit, „Dass weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Hohes noch Tiefes, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, -auch kein Virus-, noch irgendeine andere Kreatur uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes in Christus Jesus“ (Römer 8,38-39) und eben auch, dass Gott selbst das gute Werk des Glaubens in uns vollendet.

Gottes geliebtes Schaf sein

Gottes geliebtes Schaf sein

Ein Beitrag von Anke Golek – OSTERN, dieses Jahr feierten wir ganz anders, und dennoch bleibt dies: Der Tod und die Knechtschaft der Sünde sind besiegt! Jesus ist auferstanden! ER lebt! Er ist lebendig! Er wartet mit offenen Armen und sucht die Seinen, wie ein guter Hirte! Wie geht das? „Schaf in Gottes Herde sein“ in Corona-geprägten-Zeiten

Vor ein paar Wochen bewegten mich Bibelstellen zu Jesus, dem guten Hirten, in Psalm 23 und Johannes 10. Der lebendige Jesus – Er ist unser treuer, guter Hirte. Er ist mitten in unserem Alltag! Nachrichten und andere Medien füllen uns gerade weitgehend mit „Corona“ und den Auswirkungen weltweit. Sie dürfen uns prägen, sooft wir dies zulassen, und tun dies, manchmal fast unmerklich. Wir dürfen entscheiden, wer oder was uns prägen darf, und auf wen oder was wir blicken wollen.

In diesen Tagen fühlt sich „Schaf sein“ manchmal beängstigend unsicher und mitunter unangenehm schutzlos an. Wahrscheinlich wird uns zur Zeit viel deutlicher bewusst, wie wenig wir unser Leben selbst im Griff haben. Das macht Angst! Ihr kennt den Vers: „In der Welt habt ihr Angst, aber …!“ Wenn Ängste da sind, dann ist das eben gerade so! Ängste sollen uns nicht beherrschen dürfen, aber sie gehören immer wieder ein Stückweit zu unserem Menschsein. Wir tun gut daran, dies zumindest wahrzunehmen. Warum? Weil darin die Chance verborgen liegt, IHN kennenzulernen als den, der über unser Kopfwissen und über äußere Umstände hinaus, tief in uns be-frieden möchte! Wir gehören zu Seiner Herde! Der HERR ist unser Hirte, der alleinige Herr im Himmel und auf Erden! Nicht wir müssen um jeden Preis stark sein und „aushalten“! ER will in uns Frieden einkehren lassen. ER will uns in unserer inneren Unruhe be-frieden.

ER geht uns nach, sucht uns und möchte uns halten und tragen. ER sehnt sich danach, uns in seiner Liebe zu begegnen. Das einzige, das wir tun können ist, uns retten zu lassen. Dieses Sehnen, diese Bereitschaft, dieses Schwachsein sieht er gerne … und ER kommt und ER kann! Jesus Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben. … Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, genauso, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe her.“ (Johannes 10,11 u.14-15).

Jesus möchte, dass seine Schafe in diese vertraute, innige Beziehung von Jesus und seinem Vater hineinfinden! Dafür investiert er alles: sein Leben, sein ganzes Herz, seinen grenzenlosen Verstand, all seine Entschlossenheit, zu der Ihn seine Liebe drängt! So wertvoll sind wir Ihm! ER will jedes Schaf – ganz gleich „wie gut“ es den Hirten schon kennt, und unabhängig vom „Grad der Umgestaltung“ oder „persönlicher Heiligkeit“ – nah bei sich führen! Jesus will Dich! Dich! Dich! –  nah bei sich. In Seiner Obhut ist saftige Weide und frisches Wasser, Fürsorge und Schutz, Gutes und Barmherzigkeit – von Herzen geliebt!

Liebestat an der Haustür

Liebestat an der Haustür

Fleißige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Gemeinde haben letzte Woche, mit vorgeschriebenem Abstand, Überraschungspäckchen für den Seniorenkreis 55+ der Evangelischen Kirche und der Christusgemeinde am Airport gepackt. Am Mittwoch hätte das monatliche Seniorentreffen stattfinden sollen, wurde aber aus bekannten Gründen ausgesetzt. Stattdessen waren sieben Geschwister am 1. April um 10 Uhr in drei Touren unterwegs, um mehr als 40 Senioren in Meimbressen und Calden zu besuchen, und die Überraschungspäckchen mit „Gesundheitsabstand“ zu überreichen. 

Die Überraschungspäckchen bestanden aus einem selbstgebackenen Gugelhupf, mit Schokolade überzogen und mit bunten Smarties verziert, einer Primel und einem persönlichen Brief, mit dem Hinweis auf Psalm 91 und dem Versprechen, an sie zu denken und für sie zu beten. Auch  wenn das Seniorentreffen nicht stattfinden kann, so soll die Verteilaktion den älteren Menschen bewusst werden, dass sie in dieser turbulent „ruhigen“ Zeit nicht vergessen sind. Die Reaktionen an den Haustüren der Senioren reichten von tiefer Betroffenheit, Tränen in den Augen bis hin zu Begeisterungsstürmen. Damit hatte niemand gerechnet, dass auch Aprilscherze zur liebevollen Wirklichkeit an der Haustüre werden können.

Deutschland betet gemeinsam

Deutschland betet gemeinsam
In einer Zeit wie dieser, muss ein Ruck durch unser Land gehen. Wie wäre es, wenn sich Hunderttausende in Deutschland zeitgleich zum Gebet versammeln würden? Das wollen wir tun.
Am Mittwoch, den 8. April, beginnt das jüdische Pessachfest. Das Volk Israel denkt daran, wie Gott es durch Plagen hindurch aus der Gefangenschaft befreit hat. Wir rufen dazu auf, an diesem Tag von 17:00 bis 18:30 Uhr gemeinsam zu beten: für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten. Für unser Land! Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation – Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen. Sind Sie dabei?
Verbunden im Herzen und online über den Livestream von „Deutschland betet gemeinsam“ versammeln sich Leiter und Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zum gemeinsamen Gebet für unser Land. Ein Zeichen gegen Antisemitismus. Ein Zeichen gegen Hoffnungslosigkeit.
Wir beten gemeinsam!

Keine Distanz

Keine Distanz

Gott ist an Sozialkontakten interessiert 

Schon seit einigen Wochen kann man immer wieder beobachten, wie Handseife, Nudeln und Klopapier aus den Regalen verschwinden. Die Läden werden leergekauft. Die Menschen horten Vorräte, um sich auf schwierige Zeiten vorzubereiten. 

Von Vorbereitung schreibt schon der Psalmist in Psalm 90, 12: „Lehre uns Herr, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ 

Eine viel größere Krise als die aktuelle steht uns ja allen noch bevor. Früher oder später. Wenn wir am Ende unseres Lebens angekommen sind, ob durch den Corona Virus, andere Krankheiten, einen Unfall, oder auch, weil unser Leben im Alter zu Ende geht.   

Gott macht uns keine Angst mit dem Tod, er will, dass wir klug und intelligent werden, dass wir unseren Kopf einsetzen und das Ende nicht einfach so auf uns zukommen lassen. Gott ist an Sozialkontakten interessiert, er möchte eine Ewigkeit mit uns gemeinsam verbringen. 

Weil aber Gott ein Gentleman ist, zwingt er keinen dazu. Er lädt uns ein, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Er will uns trösten und ermutigen. Gerade in Zeiten in denen wir Sozialkontakte weitgehendst  vermeiden sollen, könnten wir doch vermehrt göttlichen Kontakt suchen.

Nimm dir doch mal eine Bibel und lies täglich einen Psalm, sprich mit Gott, danke ihm, klage ihm dein Leid, bitte Gott um Beistand, bete für deine Angehörigen, Nachbarn, Arbeitskollegen, für Politiker und für die vielen Flüchtlinge weltweit.

von Arno Backhaus

Kinder stärken

Kinder stärken

Ein neues privates Spendenprojekt wurde kürzlich im Gottesdienst vorgestellt. Tadyos Rade und Ingo Küpper haben gemeinsam das Horeb Gospel Power Church-Hilfsprojekt gestartet. Gemeinsam laden sie ein, die Gemeinde gleichen Namens in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens zu unterstützen. Diese kümmert sich um Waisen und Straßenkinder, von denen es in dieser Metropole viele gibt. Die Gemeinde stellt den Kindern Unterkunft, Kleidung, Essen und Schulmaterialien zur Verfügung und lädt sie ein, Teil ihrer Gemeinschaft zu werden.

Das Hilfsprojekt wird ehrenamtlich durchgeführt. Es gibt keinerlei Verwaltungskosten. Jede Spende kommt ohne Abzüge der Gemeinde in Addis Abeba zugute.

Kontakt:
Tadyos Rade – pastadymeklit@gmail.com
Ingo Küpper – ingo.kuepper@cgaa.de

Spendenkonto: Ingo Küpper IBAN DE30 5206 3550 0035 3037 61
Stichwort:
Äthiopienhilfe