Kinder: noch kein Gottesdienst

Kinder: noch kein Gottesdienst

Leider können wir wegen der bis zu den hessischen Sommerferien andauernden corona-bedingten Einschränkungen immer noch keinen Kindergottesdienst anbieten. Wir gehen davon aus, dass es erst nach den Sommerferien mit dem Schulanfängergottesdienst am 23. August wieder losgehen kann, familienfreundliche Gottesdienste mit einem Kinderbegleitprogramm anzubieten. Das ist sehr traurig, weil wir die Kinder in unserem Haus und bei den Gottesdiensten als große Bereicherung empfinden und sie grade sehr vermissen. Wir hoffen, alle bald wieder unter dem großen bunten Segensschirm zu sehen!

Merk(ens)würdige Ankunft

Merk(ens)würdige Ankunft

Ein Beitrag von Arno Backhaus – Als Jesus damals aus der Unendlichkeit auf unseren Globus blickte, und sah, dass wir Menschen ohne Orientierung waren, unsere Rechnungen noch nicht bezahlt hatten, der Dreck noch nicht weggekehrt war, sagte er zu Gott und dem Heiligen Geist: „Da muss einer runter, ich gehe! Die brauchen ein Navigationssystem für ihre Beziehungen. Die sind total verschuldet, die brauchen jemanden, der ihre Rechnungen zahlt. Der Dreck häuft sich bis zum Himmel, ich kehre ihren Dreck weg. Aber nur denen, die zulassen, dass ich sie bekehre.“ Und Gott sagte „Ist dir klar, du wirst dein blaues Wunder erleben!“ „Ich geh trotzdem“ sagte Jesus und Gott sagte „Ich geh mit dir“. Und so machte Jesus sich auf den mühsamen Weg in unsere Herzen, Köpfe, Hände und Füße. Aber die meisten waren so beschäftigt, dass sie ihn nicht reinließen in die Herbergen und Guten Stuben. Ein Schattendasein im Stall, am Rand der Gesellschaft, ließ man ihm. „Das kann unmöglich Gott sein, der im Stall geboren wird,“ sagten die Leute. Das ist unter seiner Würde. So stellen wir uns Gott nicht vor. Aber Gott lächelte sanft. Er war wie immer für eine Überraschung gut. Ist ja auch logisch, wie will eine Ameise den Oberförster verstehen?!  

Darf ich mit Gott (ver)handeln?

Darf ich mit Gott (ver)handeln?

Ein Beitrag von Arno Backhaus – Wenn ich Gebete in Gottesdiensten erlebe, erfahre ich immer wieder, wie kultiviert wir mit Gott umgehen, welche wohlformulierten, unter jeden Teppich passenden Vokabeln wir benutzen. Die haben keine Ecken und Kanten, die sind wohl abgerundet, passen in jede Schublade. Bei uns ist vieles so kontrolliert, läuft erst über den Verstand und dann reden wir, wenn überhaupt, im Abstand mit Gott.  

Die Bibel aber berichtet öfters davon, wie menschlich manche mit Gott umgehen. Sie klagen Gott an „Wo warst du?“, „Warum schweigst du?“, „Ich erfahre dich nicht mehr!“. Manche biblischen Figuren handeln sogar mit Gott. Sie fordern ihn heraus. Irgendwie habe ich den Eindruck, Gott und der Mensch sind mehr miteinander verwoben im ganz normalen Alltag. Mindestens in der Zeit von der die Bibel berichtet. Gott ist näher dran am Geschehen. Und im Alltag fliegen dann auch mal die Fetzen, da wird nicht lang an Worten gefeilt, da kommt was aus dem Bauch und dem Herzen, so wie es drinsteckt, ungefiltert. 

Und das merkwürdige, des Merkens würdige, Gott lässt mit sich handeln, lässt sich hinterfragen. Er geht auf den Menschen ein, der ihm, dem scheinbar unnahbaren Gott, Ratschläge der Verhaltensänderung gibt. Unvorstellbar, Gott ist beweglicher und flexibler als manche denken. In Vers 14 im 2. Buch Mose können wir lesen „Da ließ sich der Herr zur Änderung seines Sinnes im Blick auf das Unheil umstimmen, das er seinem Volk zugedacht hatte.“ 

Das wär’s doch, mit Gott im Alltag verhandeln. So, als wäre er nicht nur sonntags bei uns in der Kirche, sondern auch bei der Reifenpanne auf dem Weg in den Urlaub, in meinem HomeOffice während der Corona-Krise, beim Elternabend „im kleinen Kreis“, in der Chefetage, wenn ich gerade die Entlassungspapiere abhole, bei…ach, Ihr wisst schon. Gemeindeleben.

Wir fahren wieder hoch…

Wir fahren wieder hoch…

Passt ja auch irgendwie, demnächst ist Christi Himmelfahrt. Hier fahren wir unsere Gemeinde wieder hoch… aber sanft. Die Hessische Landesregierung hat Zusammenkünfte zur Religionsausübung wieder erlaubt. Unter strengen Bedingung. 

Wir beginnen am kommenden Sonntag wieder mit Gottesdiensten in unserem schönen Gemeindehaus. Diese Gottesdienste werden vorerst deutlich zurückhaltender ausfallen. Wir möchten mit Euch beten und lobpreisen und wir möchte gemeinsam die Predigt hören. Allerdings müssen wir vorerst noch auf das Kinderprogramm verzichten und wir werden in großem Abstand voneinander sitzen. Es wird kein Kaffee und keinen Tee und erst recht kein Mittagessen nach dem Gottesdienst geben. Wir öffnen das Gemeindehaus gegen 9:45 Uhr und werden Euch nach dem Gottesdienst – gegen 11 Uhr – höflich bitten, das Gebäude wieder zu verlassen.

In Folge des „live- (oder life) – Gottesdienstes wird der Podcast der Predigt leider noch nicht um 10 Uhr – aber am Nachmittag zur Verfügung stehen. 

Anke Golek: „In unserer Januarsitzung hatten wir als Älteste die Themen für die ersten Monate 2020 bewegt und ausgewählt. Die Reihe im Mai vor Pfingsten nannten wir „Krisen bewältigen“. An eine derartige Entwicklung mit weitreichenden Kontaktsperren, Einschränkungen und herausfordernden Situationen für uns alle dachten wir derzeit keinesfalls.“

Zum 10. Mai 2020 dürfen wir nun unter besonderen Vorkehrungen wieder beginnen, Gottesdienste zu feiern! Wie schön! Mit Psalm 16 wird Anke Golek mit uns in das Thema starten. Den Podcast findet Ihr ab Nachmittag hier: http://cgaa.de/sermons 

Nichts kann uns trennen …

Nichts kann uns trennen …

Ein Beitrag von Marion Glöckner – Nichts kann und trennen von der Liebe Gottes, auch kein Virus! „Ich bin gewiss, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s vollenden bis zum Tag Jesu Christi.“  (Philipper 1,6)

Jesus ist Sieger! Dies haben wir vor kurzem zu Ostern gefeiert! Leider diesmal nicht im Gottesdienst, in Gemeinschaft. Aber vielleicht sind sich doch einige von uns auf dem Kreuzweg, der rund um den Airport liebevoll gestaltet war, begegnet. Siegreich auferstanden, hat er den größten und letzten Feind besiegt, den Tod. Nun hat er alle Macht im Himmel und auf Erden. Und von IHM her wird es uns zugesagt, dass ER das gute Werk begonnen hat und es auch zum Ziel führen wird. 

Gott ist der Anfänger des guten Werkes. Aller Anfang geht auf Gott zurück. Der Anfang der Welt ebenso wie der Anfang unseres persönlichen Lebens. Die Bibel bezeugt, dass jeder Mensch ein einzigartiger, wunderbarer Gedanke Gottes ist. (Psalm 139,14) Auch Du. ER hat es in uns angefangen, denn Jesus sagt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich, habe euch erwählt …“ (Johannes 15,16)

Damit wird deutlich: Bevor Du Dich oder ich mich für Jesus entscheiden konnte, hat ER sich bereits für Dich und mich entschieden. Dies bewirkt eine enorme Freiheit. In Gottes Gnade sind wir befreit, mutige „Anfänger“ zu sein. „Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören“ so habe ich es gelesen. Die Bibel liefert dazu das unerschütterliche Fundament: Gott selbst hat das gute Werk des Glaubens begonnen – ER bringt es auch zum Ziel! Mit Gott beginnt also alles. So auch das gute Werk des Glaubens.

Der Apostel spricht von einer Gewissheit, zu der er gelangt ist. Er ist zu einer Überzeugung gekommen. Als Folge dieses „inneren Überführtseins“ hat er einen Standpunkt gewonnen, der ihm von niemandem streitig gemacht werden kann. Wie kam es dazu? Wer hat ihn überzeugt? Dies kann nur der Heilige Geist gewesen sein. Der Geist, von dem es heißt, „Dass er uns geschenkt worden ist, damit wir die Dinge erkennen, die Gott uns durch Jesus geschenkt hat.“ (1. Korinther 2,12) Dieser Geist bewirkt eben in besonderer Weise auch das innere Zeugnis, denn „Der Geist bezeugt unserem menschlichen Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ (Römer 8,16)  

Damit gelangt der Apostel zu der Gewissheit, „Dass weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Hohes noch Tiefes, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, -auch kein Virus-, noch irgendeine andere Kreatur uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes in Christus Jesus“ (Römer 8,38-39) und eben auch, dass Gott selbst das gute Werk des Glaubens in uns vollendet.

Gottes geliebtes Schaf sein

Gottes geliebtes Schaf sein

Ein Beitrag von Anke Golek – OSTERN, dieses Jahr feierten wir ganz anders, und dennoch bleibt dies: Der Tod und die Knechtschaft der Sünde sind besiegt! Jesus ist auferstanden! ER lebt! Er ist lebendig! Er wartet mit offenen Armen und sucht die Seinen, wie ein guter Hirte! Wie geht das? „Schaf in Gottes Herde sein“ in Corona-geprägten-Zeiten

Vor ein paar Wochen bewegten mich Bibelstellen zu Jesus, dem guten Hirten, in Psalm 23 und Johannes 10. Der lebendige Jesus – Er ist unser treuer, guter Hirte. Er ist mitten in unserem Alltag! Nachrichten und andere Medien füllen uns gerade weitgehend mit „Corona“ und den Auswirkungen weltweit. Sie dürfen uns prägen, sooft wir dies zulassen, und tun dies, manchmal fast unmerklich. Wir dürfen entscheiden, wer oder was uns prägen darf, und auf wen oder was wir blicken wollen.

In diesen Tagen fühlt sich „Schaf sein“ manchmal beängstigend unsicher und mitunter unangenehm schutzlos an. Wahrscheinlich wird uns zur Zeit viel deutlicher bewusst, wie wenig wir unser Leben selbst im Griff haben. Das macht Angst! Ihr kennt den Vers: „In der Welt habt ihr Angst, aber …!“ Wenn Ängste da sind, dann ist das eben gerade so! Ängste sollen uns nicht beherrschen dürfen, aber sie gehören immer wieder ein Stückweit zu unserem Menschsein. Wir tun gut daran, dies zumindest wahrzunehmen. Warum? Weil darin die Chance verborgen liegt, IHN kennenzulernen als den, der über unser Kopfwissen und über äußere Umstände hinaus, tief in uns be-frieden möchte! Wir gehören zu Seiner Herde! Der HERR ist unser Hirte, der alleinige Herr im Himmel und auf Erden! Nicht wir müssen um jeden Preis stark sein und „aushalten“! ER will in uns Frieden einkehren lassen. ER will uns in unserer inneren Unruhe be-frieden.

ER geht uns nach, sucht uns und möchte uns halten und tragen. ER sehnt sich danach, uns in seiner Liebe zu begegnen. Das einzige, das wir tun können ist, uns retten zu lassen. Dieses Sehnen, diese Bereitschaft, dieses Schwachsein sieht er gerne … und ER kommt und ER kann! Jesus Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben. … Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, genauso, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe her.“ (Johannes 10,11 u.14-15).

Jesus möchte, dass seine Schafe in diese vertraute, innige Beziehung von Jesus und seinem Vater hineinfinden! Dafür investiert er alles: sein Leben, sein ganzes Herz, seinen grenzenlosen Verstand, all seine Entschlossenheit, zu der Ihn seine Liebe drängt! So wertvoll sind wir Ihm! ER will jedes Schaf – ganz gleich „wie gut“ es den Hirten schon kennt, und unabhängig vom „Grad der Umgestaltung“ oder „persönlicher Heiligkeit“ – nah bei sich führen! Jesus will Dich! Dich! Dich! –  nah bei sich. In Seiner Obhut ist saftige Weide und frisches Wasser, Fürsorge und Schutz, Gutes und Barmherzigkeit – von Herzen geliebt!

Der HERR ist auferstanden!

Der HERR ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden.

Da wir dieses Jahr auch auf unseren Ostergottesdienst in vertrauter Form verzichten müssen, an dieser Stelle die herzliche Einladung zur Predigt am Ostersonntag. Sie wird von Christian Schulz gehalten und er spricht zu Römer 6,5-11. Ab 10:30 Uhr könnt Ihr sie abrufen. Hier der direkte Link in den Predigt Podcast.:

http://cgaa.de/sermons