Wem’s draußen zu kalt ist, kann ja die Schneeballschlacht nach innen verlagern. In diesem Jahr war die „Schneeballschlacht“ mit („Schnee“)Bällen aus zusammengeknüllten Zeitungsresten für die etwas älteren Kinder eine passende Spielalternative für die Wetterlage im Freien.
50 Kinder wuseln mit Kettcars, Papierfliegern und jeder Menge anderer Spielgeräte durchs Gemeindezentrum der Christusgemeinde am Airport in Calden-Meimbressen, die seit 11 Jahren einen Winterspielplatz in Calden-Meimbressen anbietet.

Immer wieder muss ich durch den Gang der kreativ gestalteten Räume den Kindern Platz machen, um nicht mit ihnen zusammenzustoßen. An einer Ecke sitzt ein Kind regungslos auf einem Stuhl und lässt sich von einer Mitarbeiterin ein Dinosaurier ins Gesicht malen.
Der Winterspielplatz bietet für die Kinder im Vorschulalter in der kalten Jahreszeit einen warmen, sicheren Ort zum Spielen, Toben und Entdecken, wo sie sich frei bewegen und ihre Fähigkeiten spielerisch entwickeln können. Der Eintritt ist kostenlos. Das Einzige was man mitbringen muss, sind warme Socken und einen erziehungsberechtigen Erwachsenen.
14 ehrenamtliche Mitarbeiter bauen das Gemeindezentrum, das sonst eher ruhige Veranstaltungen beherbergt, in ein lautes und quicklebendiges Überraschungsevent um, und sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Das Angebot ist vielseitig: z. B. Bewegungs-, Konstruktions-, Kuschel- und Lesebereich, Baby- und Still-Raum, Bällebad, Möglichkeiten zum Krabbeln, Bauen, Turnen, Basteln und freien Spielen, für jedes Kind von ganz klein bis „groß“ ist was dabei.
Aber auch für Eltern und Familien ist der Winterspielplatz ein Treffpunkt, an dem sie sich austauschen, neue Kontakte knüpfen und aktuelle Erziehungstipps austauschen können. Gerade wenn das Zuhause manchmal zu klein oder eng wird, ist es eine große Erleichterung, einen Ort zu haben, an dem die Kinder bei kaltem und ungemütlichem Wetter sich auspowern können. 
Einige Stammgäste kommen schon seit vier Jahren und bedauern, dass der Winterspielplatz nicht für Schulkinder geöffnet ist. „Das würde die Kapazitäten sprengen. An machen Montagen kommen ja jetzt schon über 100 Besucher zum Winterspielplatz, und auch die kleineren Kinder könnten von älteren zu stark gestört werden.“, sagt Margot Walter, die schon seit Beginn als Mitarbeiterin dabei ist.
Am Montag, den 9.2.26 öffnet der Winterspielplatz das letzte Mal seine Türen. Die Kinder und Erwachsenen können sich auf ein besonderes Highlight freuen. Präsentiert wird von einem Mitarbeiter des Indoor-Spielplatzes, der nebenberuflich als Artist bei Zirkus Renz arbeitet, ein Mix aus spektakulärer Jonglage sowie unbegreiflicher Magie. Es geht neben der Verschmelzung klirrender Eisenringe und der unerklärlichen Verlängerung von Stricken um einen sogenannten quick change act, bei dem sich jeder Zuschauer fragt, warum er eigentlich so lange beim Anziehen braucht. Es kann gestaunt werden.
Arno Backhaus
